Beide Länder haben sich ehrgeizige Ziele für den Ausbau der Solarenergie gesetzt, und in beiden wachsen die installierten Leistungen seit Jahren kräftig. Bei der Frage, wie der Staat den Ausbau unterstützt, gehen Deutschland und die Schweiz jedoch unterschiedliche Wege. Für Unternehmen und Investoren, die in beiden Märkten aktiv sind, lohnt ein genauer Vergleich.

Deutschland: Vergütung über 20 Jahre

Das deutsche Modell basiert seit Langem auf einer gesetzlich garantierten Einspeisevergütung, die für 20 Jahre festgeschrieben wird. Die Sätze wurden über die Jahre stark abgesenkt und liegen heute deutlich unter dem Strompreis für Endkunden, was den Eigenverbrauch attraktiver macht. Einen Überblick über die aktuelle Einspeisevergütung und ihre Stufen bieten Fachbetriebe im Raum München.

Steuerliche Entlastung

Zusätzlich hat Deutschland kleinere Anlagen steuerlich weitgehend entlastet. Für Anlagen auf oder an Wohngebäuden bis zu einer bestimmten Größe gilt beim Kauf ein Umsatzsteuersatz von null Prozent, die Erträge sind von der Einkommensteuer befreit. Das senkt die Hürde für Privathaushalte erheblich. Die Details zu Nullsteuersatz und Einkommensteuer sind für Investoren wichtig, weil größere Anlagen anders behandelt werden.

Schweiz: Einmalvergütung und Rückliefertarif

Die Schweiz setzt vor allem auf eine Einmalvergütung, die einen Teil der Investitionskosten deckt und über die Vollzugsstelle Pronovo abgewickelt wird. Für den eingespeisten Strom zahlen die jeweiligen Netzbetreiber einen Rückliefertarif, der je nach Region deutlich schwanken kann. Das macht die Wirtschaftlichkeit stärker vom Standort abhängig als in Deutschland.

Unterschiedliche Anreize

Beide Systeme führen zum gleichen Ergebnis: Eigenverbrauch wird wichtiger als Einspeisung. In Deutschland verstärken neue Regeln zu negativen Strompreisen diesen Trend, in der Schweiz fördern Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch den gemeinsamen Verbrauch in Mehrparteienhäusern und Arealen.

Lehren für Investoren

Für Unternehmen mit Standorten in beiden Ländern gilt: Die Planung muss den jeweiligen Rahmen berücksichtigen. In Deutschland ist die langfristige Vergütung planbar, in der Schweiz die Investitionsförderung. In beiden Märkten entscheidet der Eigenverbrauch über die Rendite.

Der Solarausbau gelingt in beiden Ländern, auf unterschiedlichen Wegen. Wer beide Systeme kennt, kann Investitionen gezielter planen und Förderungen voll ausschöpfen.