Die Arbeitslosenquote ist im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent gesunken. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ging um 2524 Personen oder 1,8 Prozent auf 137'751 zurück. Das meldet das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in seiner monatlichen Erhebung.
Der Jahresvergleich zeigt das eigentliche Bild
Der Rückgang gegenüber dem Vormonat ist saisonal üblich. Aussagekräftiger ist der Vorjahresvergleich — und der fällt deutlich weniger freundlich aus: Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosigkeit um 10'874 Personen oder 8,6 Prozent.
Auch die Zahl der Stellensuchenden nahm zu. Insgesamt waren 225'791 Personen registriert, 18'923 mehr als ein Jahr zuvor, ein Plus von 9,1 Prozent. Die Differenz zwischen Arbeitslosen und Stellensuchenden umfasst unter anderem Personen in Zwischenverdienst oder in arbeitsmarktlichen Massnahmen.
Jugendarbeitslosigkeit steigt schneller als der Durchschnitt
Bei den 15- bis 24-Jährigen waren im Juni 11'747 Personen als arbeitslos registriert — 38 mehr als im Vormonat und 1047 mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg von 9,8 Prozent liegt über dem Gesamtwert und ist der Indikator, den Arbeitsmarktökonomen am genauesten beobachten: Der Berufseinstieg reagiert früh und stark auf eine nachlassende Nachfrage.
Was das für den Herbst bedeutet
Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt im internationalen Vergleich robust — eine Quote unter drei Prozent entspricht in vielen Ländern Vollbeschäftigung. Der Trend zeigt allerdings nach oben, und die aufgehellten Konjunkturaussichten schlagen sich erfahrungsgemäss erst mit mehreren Quartalen Verzögerung in Neueinstellungen nieder.
Die vollständigen Daten publiziert das SECO monatlich.
